Der Globalisierungspionier

Lenzing war viele Jahrzehnte ein österreichisches Unternehmen und produzierte nur in Österreich. Ende der 1970er-Jahre erkannte Lenzing als erstes europäisches Faserunternehmen aber die Wachstumspotenziale des asiatischen Marktes.

Mit der Beteiligung an der P.T. South Pacific Viscose (SPV) positionierte sich Lenzing als Globalisierungspionier. 

P.T. South Pacific Viscose (SPV)

Warum Indonesien?

Indonesien hatte damals bereits eine aufstrebende Textilindustrie. Das tropische Klima eignet sich aber nicht für den Baumwoll-Anbau, also mussten hunderttausende Tonnen Baumwolle importiert werden. Daraus entstand die Idee, im holzreichen Indonesien Fasern aus Holz – Man-made Cellulosefasern – zu erzeugen.

Heute größtes Viscosefaserwerk weltweit

Lenzing errichtete gemeinsam mit seinen indischen Partnern unter großen Schwierigkeiten und unter erheblichen Kostenüberschreitungen ein hochmodernes Viscosefaserwerk. Es lief 1982/83 mit einer Jahres-Nennkapazität von rund 20.000 Tonnen an.

Lenzing übernahm zunächst die industrielle Führung und später auch die Kapitalmehrheit. Mit mehreren Ausbaustufen wurde das Werk der wachsenden Nachfrage in Indonesien und im Export entsprechend ausgebaut.

Heute ist SPV mit rund 320.000 Tonnen Jahreskapazität das größte Viscosefaserwerk der Welt und damit bereits größer als das Stammwerk in Lenzing.

P.T. South Pacific Viscose (SPV)
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